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Visual Basic 2005 von Andreas Kühnel
Das umfassende Handbuch
Buch: Visual Basic 2005

Visual Basic 2005
1.233 S., mit 2 CDs, 59,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 3-89842-585-1
gp Kapitel 2 Die Entwicklungsumgebung
  gp 2.1 Editionen von Visual Studio 2005
  gp 2.2 Hard- und Softwareanforderungen
  gp 2.3 Die Installation
    gp 2.3.1 Die Installation von »Visual Basic 2005 Express Edition«
    gp 2.3.2 Die Installation von »Visual Studio 2005 Team System«
  gp 2.4 Die Entwicklungsumgebung des Visual Studio 2005
    gp 2.4.1 Der Code-Editor
    gp 2.4.2 Der Projektmappen-Explorer
    gp 2.4.3 Das Eigenschaftsfenster
    gp 2.4.4 Die Werkzeugsammlung (Toolbox)
    gp 2.4.5 Der Server-Explorer
  gp 2.5 Starten eines neuen Projekts
    gp 2.5.1 Visual Studio 2005 Team System


Galileo Computing

2.4 Die Entwicklungsumgebung des Visual Studio 2005  downtop

Hoffentlich haben Sie einen ausreichend großen Monitor mit hoher Auflösung. Das Visual Studio 2005 bietet nämlich ein große Anzahl verschiedener informativer und hilfreicher Fenster an. Zu den wichtigsten gehören:

gp  der Code-Editor
gp  der visuelle Editor
gp  der Projektmappen-Explorer
gp  das Eigenschaftsfenster
gp  die Toolbox
gp  die Fehlerliste

Hier alle Fenster aufzuführen, mit denen Sie während der Entwicklung einer .NET Anwendung konfrontiert werden, ist nahezu unmöglich. Ich belasse es deshalb bei den genannten, die Sie, mit Ausnahme des Code-Editors, in der Abbildung 2.9 wiederfinden. Dabei entspricht die Anordnung ungefähr der, die Sie nach der Installation vorfinden, wenn Sie eine Windows-Anwendung entwickeln wollen.

Abbildung
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Abbildung 2.9     Das »Visual Studio 2005«

Nachfolgend möchte ich Ihnen kurz die wichtigsten Fenster des Visual Studio 2005 vorstellen.


Galileo Computing

2.4.1 Der Code-Editor  downtop

Die wichtigste Komponente der Entwicklungsumgebung ist natürlich das Fenster, in dem wir unseren Programmcode schreiben. Abhängig von der gewählten Programmiersprache und der Projektvorlage wird automatisch Code generiert – gewissermaßen als Unterstützung zum Einstieg in das Projekt. Sie können in den meisten Fällen diesen Code nach Belieben ändern – solange Sie wissen, welche mögliche Konsequenz das nach sich zieht.

Insgesamt gesehen ist die Handhabung des Code-Editors nicht nur sehr einfach, sondern sie unterstützt den Programmierer durch standardmäßig bereitgestellte Features:

gp  automatischer Codeeinzug (Tabulatoreinzug). Die Breite des Einzugs lässt sich auch manuell anders festlegen.
gp  automatische Generierung von Code, beispielsweise zur Kennzeichnung des Abschlusses eines Anweisungsblocks.
gp  Ein- und Ausblendung der Anweisungsböcken (Namespaces, Klassen, Prozeduren)
gp  Intellisense-Unterstützung
gp  Darstellung jeder geöffneten Quellcodedatei in einer eigenen Registerkarte
gp  eigene Vorder- und Hintergrundfarbe der verschiedenen Elemente
gp  . und viele weitere Features

Darüber hinaus lassen sich die viele Einstellungen auch noch benutzerdefiniert ändern und den eigenen Wünschen anpassen. Dazu öffnen Sie das Menü Extras und wählen hier Optionen..

Abbildung
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Abbildung 2.10     Der Dialog »Optionen«

Eine Anwendung kann sich aus mehreren Quellcodedateien zusammensetzen. Für jede geöffnete Quellcodedatei wird im Code-Editor eine eigene Registerkarte bereitgestellt. Wird die Anzahl der angezeigten Registerkarten zu groß, lässt sich jede einzelne über das spezifische Kreuz rechts oben in der Karte wieder schließen.

Quellcode kann sehr lang und damit insgesamt auch unübersichtlich werden. Mittels der Zeichen »+« und »–« kann man Codeblöcke aufklappen und wieder schließen. Ist ein Block geschlossen, wird nur die erste Zeile angezeigt, die mit drei Punkten endet. Insgesamt trägt diese Möglichkeit zu einer erhöhten Übersichtlichkeit des Programmcodes maßgeblich bei.


Per Vorgabe zeigt das Visual Studio 2005 nur einen Code-Editor im Zentralbereich an. Nicht selten werden Sie aber das Bedürfnis haben, gleichzeitig den Code von zwei Quellcodedateien einsehen zu können, und nicht mehr zwischen den Registerkarten hin und her schalten zu müssen. Um das zu erreichen, müssen Sie im Editorbereich mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Registerkarte klicken und damit das Kontextmenü öffnen. Sie erhalten dann die Auswahl zwischen Neue horizontale Registergruppe und Neue vertikale Registergruppe.


Abbildung
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Abbildung 2.11     Kontextmenü, um den Code-Editor aufzuteilen


Galileo Computing

2.4.2 Der Projektmappen-Explorer  downtop

Jede .NET-Anwendung setzt sich aus mehreren Codekomponenten zusammen und jede .NET-Anwendung kann ihrerseits ein Element einer Gruppe von Einzelprojekten sein, die als Projektmappe bezeichnet wird. Der Projektmappen-Explorer zeigt die Struktur aller geladenen Projekte an, indem er die einerseits die einzelnen Quellcodedateien, die unter Visual Basic 2005 die Dateiendung .vb haben, angibt und andererseits auch alle Abhängigkeiten eines Projekts (Verweise) mitteilt.

Für uns ist der Projektmappen-Explorer neben der Klassenansicht, die im folgenden Abschnitt beschrieben wird, die Komponente der Entwicklungsumgebung, die uns bei der Navigation in unseren Anwendungscode maßgeblich unterstützt: ein Doppelklick auf eine der aufgelisteten Dateien öffnet im Code-Editor eine Registerkarte, die den Quellcode der Datei enthält.

Der Projektmappen-Explorer in Abbildung 2.12 enthält zwei Projekte: ConsoleApplication1 und ConsoleApplication2.

Abbildung
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Abbildung 2.12     Der Projektmappen-Explorer


Galileo Computing

2.4.3 Das Eigenschaftsfenster  downtop

Ein Fenster, das sich von Anfang an in der Entwicklungsumgebung einnistet, in diesem Buch aber bis Kapitel 15 nur ein Schattendasein fristen wird, ist das Fenster Eigenschaften. Seine ganze Stärke bei der Anwendungsentwicklung spielt dieses Fenster hauptsächlich dann aus, wenn grafische Oberflächen wie die einer Windows-Anwendung eine Rolle spielen. Man kann hier auf sehr einfache und übersichtliche Art und Weise die Eigenschaften von Schaltflächen, Forms, etc. einstellen.

Die Abbildung 2.13 zeigt den Eigenschaftsdialog, wenn im Projektmappen-Explorer eine Windows-Form markiert ist. Sie könnten nun beispielsweise die Eigenschaft BackColor ändern, um eine vom Standard abweichende Hintergrundfarbe des Fensters festzulegen. Ändern lassen sich natürlich nur die aktivierten Eigenschaften in schwarzer Schriftfarbe. Eigenschaften in grauer Schriftfarbe sind schreibgeschützt.

Abbildung
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Abbildung 2.13     Das Eigenschaftsfenster


Galileo Computing

2.4.4 Die Werkzeugsammlung (Toolbox)  downtop

Einzig und allein der Entwicklung grafischer Oberflächen dient die Toolbox. Sie enthält die Steuerelemente, die mit dem Visual Studio 2005 ausgeliefert werden und ist registerkartenähnlich in mehrere Bereiche aufgeteilt. Welche Bereiche angeboten werden, hängt vom Projekttyp ab und variiert daher auch. Die Abbildung 2.14 zeigt die Werkzeugsammlung eines Windows-Anwendungsprojekts. Beabsichtigen Sie beispielsweise das Layout einer Webform zu gestalten, werden in einer Registerkarte nur die Steuerelemente, die in einer HTML-Seite platziert werden können, angeboten.

Im zweiten Teil dieses Buches, in dem wir uns der Windowsprogrammierung widmen, werden Sie die meisten der in der Toolbox angebotenen Steuerelemente einzusetzen lernen.

Abbildung
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Abbildung 2.14     Die Toolbox


Galileo Computing

2.4.5 Der Server-Explorer  toptop

Die meisten der bisher erwähnten Dialoge der Entwicklungsumgebung dienen der direkten Entwicklungsarbeit. Ich möchte Ihnen aber an dieser Stelle noch einen weiteren vorstellen, der Sie bei der Anwendungserstellung zumindest indirekt unterstützt: es ist der Server-Explorer. Sie können ihn der Entwicklungsumgebung des Visual Studio 2005 hinzufügen, indem Sie ihn im Menü Ansicht auswählen.

Die Leistungsfähigkeit des Server-Explorers ist wirklich beeindruckend, denn er integriert den Zugriff auf Dienste und Datenbanken in die Entwicklungsumgebung – und das nicht nur bezogen auf die lokale Maschine, sondern auch auf Systemressourcen, auf die über das Netzwerk zugegriffen werden kann (entsprechende Berechtigungen natürlich vorausgesetzt). Ihnen bleibt damit erspart, aus dem Visual Studio heraus immer wieder andere Programme aufzurufen, um an benötigte Informationen zu gelangen.

Abbildung
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Abbildung 2.15     Der »Server-Explorer«

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